Bericht vom Sechstagerennen ( 4 - Tage ) in Bremen 2026 Tag 4
Mit folgendem Stand ging es in den letzten Abend:
Es schien auf einen Zweikampf der beiden Teams 9 und 1 hinauszulaufen, da sie alleine in der Nullrunde waren.
Team 6 in Lauerstellung mit 1 Runde Rückstand aber den meisten Punkten.
Team 3 nur noch mit Außenseiterchancen - 1 Runde Rückstand und zusätzlich noch deutlicher Punkterückstand.
Für den Sieg müssten 2 Runden in der finalen Jagd aufgeholt werden. Danach sah es nach den bisherigen 3 Tagen nicht aus.
Der erste Wettbewerb war wie an den anderen Tagen auch das Ausscheidungsfahren mit allen 22 Fahrern.
Hier siegte Politt vor Augenstein. Es reichte für Team 1 auch für den Sieg, da Malmberg das Rennen als 3. vor Kluge als 4. beendete.
Das 500 Meter Zeitfahren gewann Team 5 Briese / Malcharek in einer sehr guten Zeit von 26,720 Sekunden.
Damit blieb das Team nur 15 Tausendstel über dem Bahnrekord von Abma / Eefting von 26,705 Sekunden aus dem Vorjahr.
Das war der letze Wettbewerb vor der Abschlussjagd, bei dem es Punkte für die Gesamtwertung gab.
Es gab nur noch eine Rundenvergütungen für Team 5, da kein anderes Team weitere 100 Punkte erzielen konnte.
Team 6 scheiterte mit 199 ganz knapp an der Grenze. Mit 1 Punkt mehr hätte es die Bonusrunde gegeben, die dann zur Führung gereicht hätte.
Somit weiterhin 1 Runde Rückstand auf die Teams 9 und 1.
Beim Derny-Rennen starteten nur die besten 6 Teams.
Da nicht alle Teams daran teilnehmen konnten, gab es hier keine Punkte mehr für das Gesamtklassement.
Das Rennen ging über 80 Runden mit Partnerwechsel nach ca. 40 Runden.
Es siegte der amtierende Europameister in dieser Disziplin Moritz Augenstein vor Nils Politt.
Mit folgendem Stand ging es in die finale Abschlussjagd:
Die ersten 2 Minuten nutzten die Teams zum Einrollen. Danach gab es mehrere Rundengewinne, die aber keine Änderungen in der Gesamtwertung hervorgerufen haben,
da nach 9 Minuten jedes Team einen Rundengewinn herausgefahren hatte.
Bei den Spitzenteams gab es des Öfteren durch Rundengewinne eine Veränderung in der Gesamtwertung, die aber keinen Bestand hatte.
Als 10 Minuten vor Schluss die letzten 50 Runden eingeläutet wurden, war der Stand wieder genauso wie zu Beginn der Jagd.
Die Entscheidung musste dann in den letzten 50 Runden mit den 5 Wertungssprints fallen mit 10, 6, 4, 2 Punkten für die besten 4 Teams.
1. Sprint: 9 vor 6 vor 3 vor 1. Somit Team 9 jetzt 14 Punkte vor Team 1. Team 6 noch 6 Punkte vor Team 9 aber mit Rundenrückstand.
2. Sprint: 1 vor 9 vor 6 vor 3. Somit Team 9 jetzt 10 Punkte vor Team 1. Team 6 noch 4 Punkte vor Team 9 aber mit Rundenrückstand.
25 Runden vor Schluss versuchte es Team 6 dann noch einmal mit einem Vorstoß. Der Vorsprung blieb zunächst bei einer halben Runde, da sich Team 9 vor das Feld spannte.
3. Sprint: 6 vor 9 vor 1 vor 3. Somit Team 9 jetzt 12 Punkte vor Team 1. Team 6 jetzt 8 Punkte vor Team 9 aber mit Rundenrückstand.
13 Runden vor Schluss konnte Team 6 den Rundengewinn erzielen konnte aber somit nicht mehr in der 4. Wertung punkten.
4. Sprint: 9 vor 1 vor 3 vor 5. Somit Team 9 jetzt 2 Punkte vor Team 6 und 16 Punkte vor Team 1.
Der Sieg konnte somit nur noch an Team 9 oder Team 6 gehen. Das Team, das den letzten Sprint gewinnt, ist somit auch Sieger des Rennens.
Hier setzte sich dann Consonni gegen Kluge durch. Somit sind die Italiener Consonni / Scartezzini die Sieger des 59. Bremer Sechstagerennens.
Das Finale war Bahnradsport vom Feinsten und kein Zuschauer wird sein Kommen bereut haben.
Die sixdays 2027 können kommen.
Hier der Endstand:
Und wieder einmal konnte der Vorjahressieger seinen Titel nicht verteidigen.
In Bremen gab es rückwärts gerechnet bis in die 90-iger Jahre nur 3 Fahrer, die den Sieg aus dem Vorjahr im Folgejahr wiederholen konnten.
Robert Bartko konnte nach dem Sieg in 2011 mit Robert Bengsch den Titel 2012 mit Peter Schep verteidigen.
Sonst gelang das nur noch Andreas Kappes / Etienne de Wilde, die nach ihrem Sieg im Jahr 1991 als Team auch 1992 wieder ganz oben auf dem Podium standen.
Tendentiell war es eher so, dass ein Sieger des Vor-Vorjahres nach 2 Austragungen wieder auf dem obersten Podest des Siegertreppchens steht.
Nils Politt gewinnt in 2025 nach seinem Sieg in 2020 mit Kenny de Ketele ( 2021-2023 keine Austragung ).
Kenny de Ketele gewinnt in 2020 nach seinem Sieg in 2018 mit Theo Reinhardt.
Iljo Keisse gewinnt in 2019 mit Jasper de Buyst nach seinem Sieg in 2017 mit Marcel Kalz.
Kenny de Ketele gewinnt in 2018 nach seinem Sieg in 2016 mit Christian Grasmann.
Marcel Kalz gewinnt in 2017 nach seinem Sieg in 2015 mit Alex Rasmussen.
Marcel Kalz gewinnt in 2015 nach seinem Sieg in 2013 mit Franco Marvulli.
Dieses Jahr fehlten Roger Kluge im Finalsprint die entscheidenden Meter, um die Serie fortzusetzen.
Die Sprinter waren ebenfalls täglich im Einsatz. Hier waren 4 Frauen und 4 Männer am Start, die jeweils zu einem Team zusammengefasst wurden.
Es wurden hier die folgenden Disziplinen durchgeführt: Rundenrekordfahren, Sprinterläufe ( nach Platzierung aus dem Rundenrekordfahren ) und Keirin.
Rundenrekordfahren: Sieger Pröpster und Förstemann.
Sprinterläufe: Sieger Pröpster und Förstemann.
Hier der Endstand:
Auch die Frauen waren im Einsatz. Hier kämpften 6 Teams um den Sieg.
Es wurden hier die folgenden Disziplinen durchgeführt: Punktefahren, Ausscheidungsfahren, Scratch und das abschließende Madison.
Punktefahren: Jährig.
Ausscheidungsfahren: Sieger Brauße und als Team Brauße/Kasper.
Scratch: Jährig/Simon
Madison: Sieger Tveit/Nelson.
Hier der Endstand:
Hier noch das Siegerfoto ( Original von Arne Mill ):