"Erlebnis"-Bericht vom Sechstagerennen in Berlin 2019 Tag 3

 
 
Die Stimmung in der Halle war wieder einmal überwältigend. Nicht nur die Ränge sondern auch der Innenraum war proppevoll.
Selbst in den Umgängen war alles voll. Da für die meisten Sitzplätze freie Platzwahl gilt, füllte sich die Halle schon sehr
früh, denn getreu nach dem Motto "Nur der frühe Vogel fängt den Wurm" wollten sich die Zuschauer die "besten" Plätze sichern.
Den Nachwuchsbereich wird es gefreut haben. Er konnte die Wettbewerbe vor vollen Rängen absolvieren. Später waren
selbst die "schlechteren" Plätze komplett belegt. Da auch der Innenraum übervoll war, blieben nur noch die Umgänge.


Es gab wieder reichlich Gelegenheit für den Nachwuchs sich zu präsentieren:

U17: Hier gab es insgesamt 37 Fahrer/Fahrerinnen
Das Feld wurde in 2 Gruppen aufgeteilt, die jeweils 20 Temporunden zu absolvieren hatten. Die 12 besten jeden Laufes
qualifizierten sich für den Endlauf, der dann als Ausscheidungsfahren durchgeführt wurde.
Es siegte Philip Mathiesen vor Gustav Wang - beide aus Dänemark. Das Podium wurde komplettiert von Henning Sage vom
"Marzahner RC'94"

U19: Hier gab es zunächst ein 50 Runden Punktefahren und anschließend ein 20 Minuten Madison.
Im Madion gab es keine Rundengewinne. Hier der Zwischenstand nach dem ersten von 4 Tagen:
1   Tim Torn Teutenberg / Luca Dreßler (Ger)             47
2   Pierre-Pascal Keup / Nicolas Heinrich (Ger)          30
3   Paul Buschek / Tim Wafler (Aut)                      22
4   Maurice Ballerstedt / Tobias Buck-Gramcko (Ger)      18
5   Frederik Eringsoe / Oliver Heine (Den)               15
6   Yannick Andrä /Domenick Wolf (Ger)                   14
7   Henrik Josten / Jonas Messerschmidt (Ger)            14
8   Lukas Kolarik / Rene Smekal (Cze)                    10
9   Constantin Lohse / Eric Lutter (Ger)                  6
10  Stefan Kovar / Maximilian Schmidbauer (Aut)           6
11  Plinius Naldi (Ger) / Maximilian Boos (Ger)           5
12  Matyas Janos / Ludvik Kominek (Cze)                   4
13  Yannik Niebergall / Leo Zierenner (Ger)               7 + 2 Runden
14  Moritz Bader / Adrian Zuger (Ger)                     0 + 3 Runden


U23: Hier gab es ein 30 Minuten Madison - ebenfalls ohne Rundengewinn.
Das Team Gehrmann / Richter war neutralisiert - nach dem schweren Sturz von Elias Richter am Freitag.
1   Filip Prokopyszyn / Damian Slawek ( Pol )               28
2   Petr Kelemen / Jan Vones ( Cze )                        26
3   Rico Brückner / Henrik Pakalski ( Ger )                 18

Hier der Zwischenstand nach 3 von 4 Tagen:.
1   Arne Birkemose / Anders Fynbo ( Den )                   71
2   Filip Prokopyszyn / Damian Slawek ( Pol )               67
3   Petr Kelemen / Jan Vones ( Cze )                        85 + 1 Runde
4   Rico Brückner / Henrik Pakalski ( Ger )                 83 + 1 Runde
5   Richard Banusch / Philip Weber ( Ger )                  55 + 1 Runde
6   Franz Werner / Nicolas Brandt ( Ger )                   23 + 1 Runde
7   Valentin Götzinger / Lukas Viehberger ( Aut )            9 + 1 Runde
8   Max Gehrmann / Elias Richter ( Ger )                    57 + 2 Runden
9   Martin Molerup / Oskar Palm ( Den/Swe )                 42 + 2 Runden
10  Antoine Aebi / Robin Ender ( Sui )                      13 + 2 Runden
11  Justin Butsavage / Ryan Jastrab ( Usa )                 23 + 3 Runden

Im Damen-Wettbewerb wurden 2 Disziplinen durchgeführt. Ein 20 km Madison und ein 10 km Scratch-Rennen.
Im Madioson Wettbewerb "begnügten" sich Julie Leth / Trine Schmidt mit einem Rundengewinn. Sie siegten mit 21 Punkten
Vorsprung vor Tamara Dronova / Mariia Averina. Das Scratch-Rennen wurde von Trine Schmidt beherrscht. Sie gewann mit
Rundenvorsprung.

Endstand nach der 3. Nacht
1   Trine Schmidt (DEN)          290
2   Julie Leth (DEN)             264
3   Tamara Dronova (RUS)         228
4   Pascale Jeuland (FRA)        228
5   Elena Cecchini (ITA)         206
6   Valentine Fortin (FRA)       174
7   Maria Averina (RUS)          164
8   Lydia Boylan (IRL)           164
9   Nina Kessler (NED)           157
10  Barbara Guarischi (ITA)      148
11  Bente van Teeseling (NED)    124
12  Amalie Winther Olsen (DEN)   119
13  Lea Lin Teutenberg (GER)     117
14  Michaela Ebert (GER)         114
15  Finja Smekal (GER)           106
16  Michelle Lauge Quaade (DEN)  105
17  Lydia Gurley (IRL)           102
18  Petra Sevcikova (CZE)         99
19  Laura Süssemilch (GER)        93
20  Lucie Hochmann (CZE)          91
21  Lauren Dolan (GBR)            90
22  Lena Reißner (GER)            83
23  Katharina Hechler (GER)       76
24  Ellen McDermott (IRL)         73


Im Laufe des Abends ließ es sich Robert Förstemann nicht nehmen, sich dem Publikum zu präsentieren. Er kann ja leider
aufgrund der in Bremen erlittenen Sturzverletzungen nicht am Wettbewerb teilnehmen. Er wurde mit frenetischem Beifall
gefeiert. Gleiches galt für Kristina Vogel, die auch am Samstag in der Halle war. Sie hatte ja bereits am Donnerstag die
108. Berliner Sixdays gestartet.

Bei den Sprintern siegte im Rundenrekordfahren und im Sprint Maximilian Levy. Im Team-Sprint lag Russland vor der deutsch-
französichen Kombination. Im Keirin behauptete sich Francois Pervis.

Stand nach der 3. Nacht
1   Maximilian Levy (GER)  148
2   Denis Dmitriev (RUS)   113
3   Shane Perkins (RUS)    102
4   Anton Höhne (GER)       98
5   Nikita Shurshin (RUS)   96
6   François Pervis (FRA)   82

Nun zum Eliterennen: Mit folgendem Stand ging es in die dritte Nacht:
1   Marc Hester (DEN) / Jesper Mørkøv (DEN)                    0  161
2   Andreas Graf (AUT) / Andreas Müller (AUT)                  0  130
3   Roger Kluge (GER) / Theo Reinhardt (GER)                 - 1  158
4   Wim Stroetinga (NED) / Robbe Ghys (BEL)                  - 1  153
5   Henning Bommel (GER) / Kersten Thiele (GER)              - 1  137
6   Melvin van Zijl (NED) / Jules Hesters (BEL)              - 1  129
7   Wojciech Pszczolarski (POL) / Daniel Staniszewski (POL)  - 1  125
8   Moritz Augenstein (GER) / Sebastian Schmiedel (GER)      - 4  134
9   Maximilian Beyer (GER) / Achim Burkart (GER)             - 4  107
10  Chris Latham (GBR) / Andrew Tennant (GBR)                - 5   91
11  Stephen Hall (AUS) / Josh Harrison (AUS)                 - 6   76
12  Nick Stöpler (NED) / Maikel Zijlaard (NED)               - 6   70
13  Sebastian Lander (DEN) / Matias Malmberg (DEN)           - 7   62
14  Denis Nekrasov (RUS) / Sergey Rostovtsev (RUS)           - 9   62
15  Calvin Dik (GER) / Nils Weispfennig (GER)                -12   57
16  Daniel Babor (CZE) / Ludek Lichnovsky (CZE)              -15   12

In den Derny-Rennen siegte Jesper Moerkoev vor Maikel Zijlaard und Theo Reinhardt vor Andreas Graf. Das Punkterennen, welches
alle Fahrer bestreiten, die in den Derny-Rennen nicht starten, wurde eine Beute von Matias Malmberg. Dieser erst 18-jährige
Däne - übrigens der Jüngste im Feld - war der überlegene Fahrer in diesem Wettbewerb. Er bestritt in Bremen vor 2 Wochen sein
erstes Sechstagerennen an der Seite von Henning Bommel. Dort zeigte er schon hervorragende Leistungen und das setzt sich in
Berlin fort.
Das Mannschaftsausscheidungsrennen ging an die Polen. Hier profitierten sie meiner Meinung nach von einer Fehlentscheidung
der Jury. Als noch vier Mannschaften im Rennen waren, entschied die Jury, dass Hester/Moerkoev ausgeschieden seien. Auf der
Gegentribüne mit direktem Blick auf den Zielstrich waren sich die Zuschauer aber einig, dass das Hinterrad des Polen später
die Ziellinie überquert hat.

Nun zu den Kerndisziplinen, den Jagden:
Die "kurze" Jagd betrug 30 Minuten, was erfreulich war, da es ja auch Jagden mit nur 20 Minuten gibt. Die "lange" Jagd betrug
aber ebenfalls nur 30 Minuten und nicht 45 Minuten. Es wird wohl ein Geheimnis des Veranstalters bleiben, warum bei
ausverkauftem Haus die lange Jagd nicht über die volle Distanz abgehalten wurde.

Nun zur ersten Jagd. Hier gab es in Summe 31 Rundengewinne. Jede Mannschaft erzielte zumindest einen Rundengewinn.
Vier Mannschaften erzielten 3 Rundengewinne und waren somit die besten in dieser Jagd. Es siegte Team 17 vor 4, 1 und 2.
Team 1 Kluge / Reinhardt gelang 7 Runden vor Schluss eine Doublette, was auf der langen 250 Meter Bahn in Berlin nicht
allzu oft gelingt.
Diese Jagd musste leider zwischenzeitlich unterbrochen werden. Es ist von der Brüstung Flüssigkeit auf die Bahn gelangt. Es
hat sich scheinbar immer noch nicht rumgesprochen, dass auf der Brüstung keine Gegenstände abgestellt werden dürfen.
Manche lernen es halt nie.
Nach dieser Jagd war Team 2 Graf / Müller alleine in der Nullrunde.

Die zweite Jagd verlief ähnlich wie die erste - zum Glück aber ohne Unterbrechung. Hier gab es 29 Rundengewinne.
Am Ende gab es wieder 4 Mannschaften in der Nullrunde. Den Endspurt gewannen Kluge / Reinhardt vor Stroetinga / Ghys.
Auf Rang 3 die Polen und auf 4. Hester/Moerkoev. Da Graf / Müller in dieser Jagd eine Runde verloren haben, sind 5 Teams
aktuell in der Nullrunde.

Zwischenstand 3. Nacht:
1   Roger Kluge (GER) / Theo Reinhardt (GER)                   0  246
2   Marc Hester (DEN) / Jesper Mørkøv (DEN)                    0  237
3   Wim Stroetinga (NED) / Robbe Ghys (BEL)                    0  234
4   Wojciech Pszczolarski (POL) / Daniel Staniszewski (POL)    0  220
5   Andreas Graf (AUT) / Andreas Müller (AUT)                  0  206
6   Henning Bommel (GER) / Kersten Thiele (GER)              - 2  215
7   Melvin van Zijl (NED) / Jules Hesters (BEL)              - 3  171
8   Moritz Augenstein (GER) / Sebastian Schmiedel (GER)      - 6  181
9   Chris Latham (GBR) / Andrew Tennant (GBR)                - 6  150
10  Maximilian Beyer (GER) / Achim Burkart (GER)             - 6  142
11  Nick Stöpler (NED) / Maikel Zijlaard (NED)               - 7  122
12  Stephen Hall (AUS) / Josh Harrison (AUS)                 - 9  102
13  Sebastian Lander (DEN) / Matias Malmberg (DEN)           -11   95
14  Denis Nekrasov (RUS) / Sergey Rostovtsev (RUS)           -14   74
15  Calvin Dik (GER) / Nils Weispfennig (GER)                -17   76
16  Daniel Babor (CZE) / Ludek Lichnovsky (CZE)              -19   30


 
 
 
 

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